Gefahren durch Schimmelpilze

Schimmelpilze entstehen in der Regel durch Baumängel und Feuchtigkeit. Diese Mängel kann die Umweltanalytik erkennen, bewerten und aus den Erkenntnissen Maßnahmen zur Sanierung ableiten. Obwohl Schimmelpilze in der Natur in einer natürlichen Konzentration vorkommen, beeinträchtigen sie in einer zu hohen Konzentration oder bei vorhanden sein kritischer Arten das gesunde Leben und Arbeiten. Langfristige Belastungen am Arbeitsplatz führen häufig zu chronischen Erkrankungen, die sich auf Arbeitsleistung und Fehlzeiten auswirken können. Besonders Kinder, ältere und immungeschwächte Personen können durch eine zu große Aufnahme von Schimmelpilzsporen möglicherweise ernsthafte chronische Erkrankungen entwickeln. Daher sollten die Träger bei Kindertagesstätten oder Seniorenheimen besondere Sorgfalt walten lassen.

Medizinisch relevante Pilze sind:

  • Schimmelpilze (Fadenpilze)
  • Hefepilze (Sprosspilze)
  • Hautpilze (Dermatophyten)

Gesundheitliche Belastungen durch Schimmelpilze und Bakterien Nach heutigen Erkenntnissen muß davon ausgegangen werden, dass das verstärkte Vorkommen von Schimmelpilze und bestimmten Bakterien zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Im Verdachtsfall kann eine Schimmelpilzmessung mit anschließender Schimmelpilzbeseitigung Klarheit bringen.

Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze geeignet, Allergien hervorzurufen. Schimmelpilze und Bakterien können auf Haut und Schleimhäute auch toxische Wirkung haben. Darüber hinaus bilden Schimmelpilze gasförmige Substanzen (MVOCs) und z.T. auch Mykotoxine, die im Verdacht stehen, zu den toxischen Wirkungen beizutragen.

Personengruppen, die höheren Allergenbelastungen ausgesetzt sind, haben mehr Sensibilisierungen als solche mit niedrigen Belastungen. Entscheidend für die Wirkung auf den Menschen sind neben individuellen konstitutionellen Faktoren die Pathogenität und die Gesamtzahl der auf den Menschen einwirkenden Pilze.

Schimmelpilze und Bakterien können folgende Symptomatiken hervorrufen:

  • Allergischer Schnupfen
  • Allergische Bindehautentzündung
  • Asthma bronchiale
  • Hautreizungen und Neurodermitis
  • Grippeähnliche Allgemeinsymptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- u. Gliederschmerzen
  • Sick-Building-Symptomatiken wie Ausschläge, Juckreiz, Nasenbluten, Husten, Magen-Darm-Probleme, Übelkeit, Schwindel oder Konzentrationsschwäche.

Infektionen durch Schimmelpilze sind dagegen sehr selten. Sie erfolgen am ehesten inhalativ. Betroffen sind ganz überwiegend Personen mit lokaler und allgemeiner Abwehrschwäche z.B. bei HIV Erkrankungen oder nach einer Chemo Therapie.

Schimmelgeruch

Die von Schimmelpilzen abgegebenen Stoffwechselprodukte (MVOC) führen zu den charakteristischen Schimmelgerüchen in Innenräumen. In höheren Konzentrationen weisen einige eine toxische Wirkung auf. In unseren Innenräumen bleiben die Konzentrationen üblicherweise zu niedrig, um zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen beizutragen.

Mit Hilfe der Umweltanalytik in NRW können ebenfalls verdeckte mikrobiologische Problemstellungen erkannt, Feuchtigkeit in Gebäuden untersucht und ein individuelles Sanierungskonzept erstellt werden. Ein Gutachten hilft bei unklarer Sachlage und ein Arztbericht kann die Basis einer weiteren medizinischen Behandlung sein.