Optische Forensik / Bauforensik

In der Kriminalistik werden seit etwa 100 Jahren Tatortspuren wie Fluoreszenzen von Körperflüssigkeiten durch Beleuchtung mit kurzwelligem Licht sichtbar gemacht. Das Vorhandensein organischer Verbindungen wie z.B. Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, Teer oder Heizölkohlenwasserstoffe können mit speziellen Tatortlampen unter Nutzung bestimmter Filter oftmals sichtbar gemacht und bildtechnisch dokumentiert werden.

Bei bauforensischen Untersuchungen kommen spezielle Fotografiertechniken wie:

  • Fluoreszenzfotografie
  • Reflexionsfotografie
  • Absorbtionsfotografie

zur Anwendung.

Mikrobiologische Stoffwechselprodukte enthalten oftmals fluoreszierende Eigenschaften. Unter Fluoreszenz wird die spontane Emission von Licht kurz nach Anregung eines Materials verstanden. Das von dem Material emittierte Licht ist in der Regel energieärmer als das vorher absorbierte Licht. Zur Anregung möglicherweise vorhandener fluoreszierender Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen werden energiereiche monochromatische Lichtquellen verwendet. Zur Visualisierung fluoreszierender Stoffe werden mittels bestimmten Spektralfiltern bestimmte Wellenlängen des Lichtspektrums ausgefilterert, so dass nur das Lichtspektrum der Fluoreszenzen visualisiert wird.