Raumklima Untersuchungen

Unter Raumklima werden komplexe Zusammenhänge unterschiedlicher Einflussgrößen von Temperatur, Feuchtigkeit und Geschwindigkeit der Raumluft sowie der Wärmestrahlung der Umgebungsflächen verstanden.

In der Regel werden bei einer Bestandsaufnahme der Raumklimadaten lediglich die Raumlufttemperatur in °C sowie die relative Luftfeuchtigkeit in % bzw. absolute Luftfeuchte in g/m³ erfasst. Gegebenenfalls erfolgt noch eine Messung des aktuell vorhandenen Luftdrucks in mbar. Jedoch wird das aktuelle Raumklima durch wesentlich mehr Faktoren bestimmt.

Die Lufttemperatur ist hierbei abhängig von der jeweiligen Oberflächentemperatur (Wärmestrahlung) der Umfassungsbauteile sowie den vorhandenen Heizungs- oder Belüftungsanlagen.

Weiterhin wird die Qualität der Raumluft durch die individuelle Raumluftzusammensetzung beeinflusst. Mit zunehmender Konzentration von Kohlendioxid, Lösemitteln oder anderen Schadstoffen nimmt die Qualität der Raumluft deutlich ab. Auch die Konzentration an Feinstäuben hat einen wesentlichen Einfluss auf die Raumluftqualität und somit auch auf das Raumklima.

Die Atemluft ist das wichtigste Lebensmittel. Je nach Alter und Aktivität benötigt ein Mensch zwischen 10 – 20 m³ Atemluft. Das entspricht einer Masse von 12 – 24 kg Luft. Verglichen mit der Masse an Lebensmitteln und Trinkwasser ist das ein beträchtlicher Unterschied.

Luftionen

Bei der Bewertung der Raumluftqualität wird oftmals ein zu geringes Augenmerk auf die Raumluftkonzentration von Luftionen bzw. Kleinionen gelegt.

Ein positives und gesundes Raumklima zeichnet sich durch eine möglichst natürliche und ausgeglichene Konzentration an negativ und positiv geladener Luftionen aus.

Unter Ionen werden elektrisch geladene Teilchen verstanden. Entsprechend der Polarisation der Elementarladung lassen sich negative Ionen (Überschuss an Elektronen) und positive Ionen (weniger Elektronen als Protonen) unterscheiden. In Abhängigkeit der Masse eines Ions und der damit verbundenen Beweglichkeit unterscheidet man Kleinionen mit einer Grenzbeweglichkeit von mehr als 0,6 cm²/Vs und Großionen mit einer geringeren Grenzbeweglichkeit.

Ionen entstehen durch Abtrennung von ein oder mehreren Elektronen von einem Atom, z.B. durch energiereiche Teilchen oder ionisierende Strahlung.

In der Natur werden Luftionen durch die natürliche Radioaktivität, der UV-Strahlung, Blitzeinschläge in der Atmosphäre und Wasserzerstäubung (z.B. in der Nähe von Wasserfällen) gebildet. Künstlich werden Luftionen durch offene Flammen, Wasserzerstäuber, spezielle Ionisatoren, Hochspannung oder radioaktiv auffälligen Baustoffen erzeugt.

Die natürliche Konzentration an Kleinionen wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Während elektrostatische Oberflächen, Feinstaub oder Rauch zu einer deutlichen Abnahme von Luftionen führen wird die Konzentration durch z.B. Radongas oder andere radioaktive Zerfälle deutlich erhöht.

Die Messung der Raumluftkonzentration an Kleinionen gibt daher einen guten Überblick über verschiedene raumklimabeeinflussende Parameter.

Bestandsaufnahme als erster Schritt

Alle Umweltbedingungen stellen einen maßgeblichen Einfluss auf unser gesundheitliches Befinden dar.

Gern stehen Ihnen Experten der Umweltanalytik in NRW für Untersuchungen des individuellen Raumklimas zur Verfügung. Aus den Untersuchungsergebnissen werden Optimierungsmöglichkeiten abgeleitet.

Raumklimamessungen

Im Rahmen von Raumklimauntersuchungen wenden wir verschiedene Messverfahren an.

Messen und Erfassen physikalischer Einflussgrößen wie:

  • Raumlufttemperaturen und Oberflächentemperaturen
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftgeschwindigkeit
  • Kohlendioxid und anderen Innenraumschadstoffen
  • Konzentration und Verteilung der Luftionen
  • Feinstaub

Gern stehen Ihnen die Experten der Umweltanalytik in NRW als kompetente Ansprechpartner für Raumklimauntersuchungen zur Verfügung